Membran

2018 in der Ausstellung „Collisions“ im Nidwaldner Museum. Kuratiert von Patrizia Keller und Chantal Molleur. Foto: Christian Hartmann (Videodokumentation folgt)

2018, Loop 11′, 3-Kanal HD / mit Karin Minger, Thomas Douglas, David Wohnlich. Stimmen: Desirée Meiser, Thomas Douglas, Ueli Jäggi. Künstlerische Mitarbeit und Produktion: Stella Händler. Kamera & Licht: Thomas Isler. Ausstattung & Kostüm: Monika Görner. Musik: J. S. Bach Klavier: Michael Donkel. Sounddesign: Max Philipp Schmid. Sounddesign und Mischung: Hartmut Homolka.

Der ältere Mann spielt Klavier, die Frau macht Tai Chi Übungen, der jüngere Mann recherchiert ziellos im Internet. In choreographierten Abläufen verdichten sich die Handlungen dreier einsamer Personen zu expressiven Zuständen zwischen hysterischem Aktivismus und ratloser Resignation. Immer wieder halten sie inne, spähen in die Dunkelheit vor dem Fenster, wo sie eine unsichtbare Gefahr wittern. Doch trotz höchster Alarmbereitschaft geschieht nichts. Die Drei kehren zurück zu ihrer Routine, bis sie erneut aufhorchen und versuchen, das Eindringen von etwas Ungreifbarem zu erfassen. Mit Textfragmenten aus Katastrophenpoesie, News und soziologischen Betrachtungen thematisiert Membran Offenheit und Abgrenzung, Informationsüberflutung und Ohnmacht in einer filmischen Collage.

Berichte auf Filmexplorer, Kunstbulletin, art.tv und in der Luzerner Zeitung